Missbrauchsprozess: Kindesmissbrauch – nach Eltern weiterer Mann vor Gericht

Ein Paar aus Vorpommern soll sich sexuell an der gemeinsamen Tochter vergangen haben. Nun steht auch ein Mann aus Berlin vor Gericht. Er soll teils mitgemacht haben – und nicht nur das.

Wegen des Vorwurfs, ein kleines Mädchen missbraucht zu haben, steht neben den Eltern nun ein weiterer Mann in Neubrandenburg vor Gericht. Am Freitag startete am Landgericht der Prozess gegen den 64 Jahre alten Berliner, wie ein Gerichtssprecher bestätigte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann schweren sexuellen Missbrauch des Kindes, Vergewaltigung sowie Herstellung und Besitz von Kinderpornos vor. Wegen der Persönlichkeitsrechte des Opfers wurde die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen.

Anfang des Monats hatte bereits das Verfahren gegen die Eltern aus Anklam begonnen. Sie sollen ihre Tochter im Alter von unter zwei Monaten bis knapp zwei Jahren sexuell missbraucht haben. 

Vorwurf: Mädchen missbraucht und Aufnahmen gemacht

Der Vater soll sich mehrfach an dem Mädchen sexuell vergangen und dies fotografiert und gefilmt haben. Die Aufnahmen seien teilweise Dritten zugängig gemacht worden. Die Tatzeit reicht vom 11. November 2022 bis zum 8. August 2024. Die angeklagte Mutter war laut Staatsanwaltschaft in einem Fall selbst am Missbrauch beteiligt, die anderen Taten soll sie geduldet haben. 

Auch in dem Verfahren gegen die Eltern ist die Öffentlichkeit von der Verhandlung ausgeschlossen worden. Ein Urteil könnte am 24. März verkündet werden.

Der Angeklagte aus Berlin soll in zwei Fällen am sexuellen Missbrauch beteiligt gewesen sein und in zwei weiteren Fällen Beihilfe geleistet haben, als der Vater die Tochter missbrauchte. Er habe zudem kinderpornographische Inhalte besessen und weitergeleitet. Er befindet sich laut Gericht in Untersuchungshaft. In dem Verfahren sind bis Ende März zwei weitere Termine angesetzt.